Donnerstag, 2. Februar 2012

Was ist eine Schlagzeile wert!?

Es ist ja weitläufig bekannt, dass das Internet wesentlich mehr Halb- und Unwahrheiten zu bieten hat als wohl recherchierte Fakten - gerade im Bereich in dem wir uns mit diesem Blog aufhalten! Da wird das ein oder andere wichtige Detail gern mal zum Wohle einer gut klingenden Headline und entsprechend mehr Leser beiseite gelassen. 
Gegen das Herausstellen des ein oder anderen Fakts um Interesse zu wecken ist ja zunächst nicht viel zu sagen. Machen wir hier ja auch gerne mal. Jedoch sollte das Ganze dann im Laufe des folgenden Textes wieder in ein richtiges Licht gerückt werden, oder!? Und so muss ich mich beim gestern auf Spiegel Online erschienenen Artikel mit dem Titel "Testosteron macht Frauen egoistisch" dann doch fragen was diese Schlagzeile den entsprechenden Redakteuren wert ist?!
Offensichtlich zumindest soviel um ein paar wichtige Fakten rund um dieses Sexualhormon zu unterschlagen - vermutlich aus schlichter Unwissenheit darum!


Es wird hier eine Studie zitiert in der man Frauen entweder ein Placebo oder künstliches Testosteron verabreichte. Das Ergebnis: Frauen die das künstliche Testosteron bekamen verhielten sich unkooperativer als diejenigen ohne bzw. mit Placebo. So weit so gut und daran möchte ich auch überhaupt nicht rütteln.

Wenn man sich jedoch diesen Artikel durchliest entsteht gezwungenermaßen der Eindruck, Testosteron per se sei etwas schlechtes, ein Überbleibsel aus früheren Tagen das uns heute mehr schadet als nutzt.



DAS IST NICHT SO!



Von außen, künstlich zugeführtes Testosteron hat eine komplett andere Wirkung als Körpereigenes. Und nur weil Frauen weniger davon haben, ist Testosteron nicht automatisch für sie unwichtig und nutzlos. Im Gegenteil: für Frauen wie auch für Männer steht ein gesunder und ausreichender Testosteronspiegel im direkten Zusammenhang mit nahezu allen Gesundheitrelevanten Prozessen. 
Durch eine entsprechende Ernährung, Lebensweise und vor allem ein entsprechendes Krafttraining sind Männer wie Frauen in der Lage ihren Testosteronspiegel zu erhöhen was dich nicht zu einem egozentrischen, Fleischfressenden Monster mit tiefer Stimmlage und Rückenbehaarung machen wird, sondern gerade deine weibliche (oder männliche) Seite aufs Beste unterstützt und herausstellt.


Zu männlich?!

Wie gesagt, die Vorzüge von genügend (eigenem) Testosteron sind vielfältig. Da dies jedoch die von mir angestrebte Länge dieses posts sprengen würde, folgen in Kürze mehr interessante Details und Fakten zum "Big T".  Details und Fakten die jedoch bestimmt noch im oben genannten Spiegel-Artikel Platz gehabt hätten, hätte man sie denn gewusst. Daher, liebe Spiegel-Redakteure, meine Bitte: bevor ihr das nächste mal eine interessante wissenschaftliche Erkenntnis dazu nutzt einen Artikel daraus zu machen, seid euch darüber im Klaren was dieser unter Umständen für Wirkungen mit sich bringt. Nehmt euch die Zeit und macht euch die Mühe euch an neuesten Erkenntnissen zu orientieren anstatt alte, verstaubte Klischees zu bemühen.